Skeptikerbewegung

Der Begriff Skeptiker kommt aus dem griechischen Skepsis und bedeutet Betrachtung und Überlegung. Skeptiker zweifeln erst einmal alles so lange an, bis sie dafür eine logische Erklärung gefunden haben. Sie setzen sich mit pseudo – und parawissenschaftlichen Theorien auseinander. Sie weisen Phänomene nicht zurück, sondern untersuchen dieses, bis sie eine logische Erklärung dafür gefunden haben.

Die Skeptikerbewegung befasst sich damit, paranormale Erscheinungen auf wissenschaftlicher Basis zu erklären. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten Skeptiker auf die Tricks der Entfesselungskünstler drauf zu kommen.

Im 19. Jahrhundert wurden von Wissenschaftlern, unter anderem William Crookes und Alfred Russel Wallace, die Vorgänge bei einer Seance erforscht. Es konnte dafür keine logische Erklärung gefunden werden. Einiger dieser Wissenschaftler, die dieses Phänomen erforschten, wurden zu Spiritisten.

Der Erste, der sich damit beschäftigte, war Michael Faraday, der das Tischerücken untersuchte. Im Jahr 1947 wurde in Belgien eine Gruppe von Skeptikern gegründet, deren Name kurz Comite Para lautete. Diese Bewegung setzt sich mit Hellsehern, Wünschelrutengängern und Astrologen auseinander. Diese versprachen mit ihren Mitteln Personen finden zu können, die seit dem 2. Weltkrieg vermisst wurden.

Auch im Bereich der Medizin ist die Skeptikerbewegung aktiv. Sie zweifeln an der Wirksamkeit homöopathischer Mittel. Weitere Themen mit denen sich diese Bewegung befasst sind Parapsychologie, Tarot, Astrologie, Existenz von Außerirdischen und Wünschelruten gehen. Diese werden von Skeptikern als Pseudowissenschaften genannt.
Wobei gerade beim Wünschelrutengehen gesagt werden muss, dass diese Methode durchaus funktioniert, um unterirdische Wasseradern aufzuspüren.

Der bekannteste Skeptiker des 20. Jahrhunderts ist James Randi, der dadurch bekannt wurde, dass er Uri Geller kritisierte.

In der Skeptikerbewegung sind viele Mitglieder Agnostiker, also sie glauben nicht an ein höheres Wesen, zum Beispiel an einen Gott. Diese Einstellung kommt daher, dass es nicht bewiesen werden kann, dass es einen Gott gibt, der die Schicksale der Menschen lenkt. In Deutschland ist eine große Untergruppe der Skeptikerbewegung eine Gesellschaft, die sich GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) nennt.

Die größte Skeptikergruppe in Amerika ist die Skeptics Society, die von Michael Shermer, Kim Ziel Shermer und Pat Linse im Jahr 1991 gegründet wurde. In Europa sind alle Skeptikervereinigungen in einer Dachorganisation, die 1995 gegründet wurde und sich ECSO nennt.

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